Interessengemeinschaft öffentlicher Verkehr
Der schienengebundene öffentliche Verkehr in der Region Luzern-West hat ein offensichtliches Qualitätsproblem. Dieses äussert sich vor allem in Form von regelmässigen Verspätungen, mangelnden Sitzplätzen und auch oft mangelnder Sauberkeit der Züge. Reklamationen von Kundinnen und Kunden häufen sich. Aufgrund des engen Fahrplans ereignen sich im Knotenbahnhof Wolhusen oft Verbindungsunterbrüche. Reisende verpassen so ihre Anschlusszüge in Luzern oder kommen zu spät zu Sitzungen und andern Terminen. Zudem vermag das vorwiegend ältere Rollmaterial den heutigen Anforderungen nicht mehr zu genügen. Seit bald drei Jahren wartet die Region bereits auf die Umsetzung des sog. “Flügelzugkonzepts”, welches in einem kantonsrätlichen Planungsbericht zum öffentlichen Verkehr auf Ende 2006 (!) versprochen wurde.
 
Es entsteht der Eindruck, dass eine ganze Region richtiggehend “abgehängt” werden soll. Der öffentliche Verkehr ist aber sowohl für das Entlebuch als auch für das Hinterland nebst den Strassenverbindungen eine wichtige Lebensader. Die Tatsache, dass sowohl SBB als auch die BLS auf den Linien Konzessionen haben, erschwert die Koordination auf diesen Strecken zusätzlich. Dies darf auf keinen Fall auf dem Rücken der Kundinnen und Kunden des öffentlichen Verkehrs ausgetragen werden.
 
Daher initiierte die Arbeitsgruppe Verkehr der REGION LUZERN WEST unter dem Vorsitz von Josef Auchli vergangenen Oktober die Gründung der Interessengemeinschaft “Mehr Zug – weniger Verspätungen”. Diese IG, präsidiert von Ludwig Peyer, versteht sich primär als Organisation der Pendlerinnen und Pendler und will die bestehenden Aktivitäten auf politischer Ebene unterstützen. Die IG gibt den Kundinnen und Kunden der Bahn eine Stimme. Dabei geht es aber nicht nur um die kurzfristige Herstellung einer besseren Fahrplanstabilität. Es geht darum, dass Luzern West den Anschluss an die Moderne nicht verliert und zu einer attraktiven Verbindung wird. Es gibt dazu kurzfristige und langfristige Anliegen, die verfolgt werden müssen.
 
Weiter prüft die Interessengemeinschaft das Lancieren einer Petition, sollten sich die Verhältnisse nicht innert nützlicher Frist nachhaltig verbessern. Entsprechende Abklärungen sind in Vorbereitung.
 
Die IG will sich personell vergrössern. Alle Interessierten können sich als Mitglied der IG eintragen.
 
 
 
 
 
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