Die Wegbereiter der RegioHER /REGION LUZERN WEST – ein kurzer geschichtlicher Werdegang

Zu Beginn der 70er Jahre wurde deutlich, dass die Bergregionen eine deutliche Förderung und Entwicklung bedurften, um sie nicht an den Rand der gesellschaftlichen und industriellen Entwicklung abgleiten zu lassen. Aus diesem Grunde wurde 1975 die Entwicklungsgenossenschaft Luzerner Berggebiet gegründet, die ab 1992 den Kunst-Namen RegioHER trug. Das Bundesgesetz über Investitionshilfe für Berggebiete (IHG) gab sowohl den ideellen Rahmen als auch die finanziellen Mittel vor.

Franz Schacher
, der erste Geschäftsführer der RegioHER und gleichzeitig Leiter der Fachstelle des Kantons , leistete wertvolle Aufbauarbeit und verteilte die aus Bern fliessenden Investitionshilfen im Einzugsgebiet der RegioHER.

Toni Schwingruber
übernahm 1981 die Geschäftsführung und leitete RegioHER 14 Jahre lang. In dieser Zeit beurteilte er hauptsächlich Finanzierungsgesuche von Gemeinden und rechtfertigte die Vergabe von Investitionshilfen gegenüber Bund und Kanton. „Alters- und Pflegeheime, Sportanlagen, Mehrzweckhallen, Abwasseranlagen: Die RegioHER war in fast alle Infrastrukturbauten dieser Zeit involviert,“ so Schwingruber in einem Interview.

Peter Steiner
wurde 1995 sein Nachfolger. Die zunehmenden Projekte der RegioHER machten es notwendig, Büroräume in Wolhusen zu eröffnen. Steiner vertrat mehr und mehr regionalpolitische Anliegen; mit Tagungen für ortsansässige Unternehmer baute er die RegioHER zu einer Schaltstelle für sie aus. Auch viele von der RegioHER unterstützte Neugründungen wie die Unesco Biosphäre Entlebuch, die Napfmilch AG oder das Ruswiler Tropenhaus fielen in seine Schaffenszeit. Ebenso gewann in dieser Zeit die RegioHER ideell an Gewicht zuzulegen: sie wurde in Bern und Luzern als Einheit wahrgenommen, obwohl sie drei Regionen (Hinterland, Entlebuch, Rottal) vertrat.

Franz Wüest
folgte 1999 als Geschäftsführer. Er baute die Vernetzung der ansässigen Wirtschaftsbetriebe weiter aus und gründete dafür unter anderem die Unternehmervereinigung oder den Wirtschaftsbeirat. Die Neue Regionalpolitik des Bundes, kurz NRP, löste die IHG ab und übergab die Hauptverantwortung für die Ausführung der Regionalpolitik an die Kantone. Die Umsetzung der neuen Vorgaben aus der NRP stellte für Franz Wüest eine grosse Herausforderung dar, die er bravourös und vorausschauend meisterte. Sie brachte auch zahlreiche strukturelle und organisatorische Veränderungen für RegioHER mit sich.

Bruno Schmid
löste im Frühjar 2008 Franz Wüest ab. Er baute die Vorgaben und Abfolgen der NRP weiter aus, erarbeitete Strukturkonzepte für den gesamten Entwicklungsraum der RegioHER und organisierte die Raum- und Richtplanung. Die Ausgestaltung der „variablen Geometrie“, d.h. einer überregionalen Zusammenarbeit, ist eines seiner Hauptthemen. Er erarbeitete beispielsweise das neue Logo Region Luzern West, das nun kantonsweit in dieser Art von allen Entwicklungsträgern (siehe Kapitel „Erklären des neuen Logos“) verwendet wird. Auch die Verlegung der Geschäftsstelle in moderne Büroräume an der Menznauerstrasse in Wolhusen und die Neugestaltung der Homepage sind einige seiner zahlreichen lancierten Projekte.
 
 
 
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