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  • Phase:
    Hauptprojekt
    Dauer:
    7. November 2018 bis Frühjahr 2020 (geplanter Abschluss)
    Stand:
    27. Februar 2019 (Projekt läuft)
    Träger:
    Stiftung Schweizerisches Agrarmuseum und weitere

Vom statischen Agrarmuseum zum lebendigen Agrarium

Mit der Neukonzeption der Ausstellung soll das nationale Agrarmuseum Burgrain umfassend erneuert werden und künftig als AGRARIUM wieder vermehrt Besucher anziehen. Es geht darum, einer breiten Bevölkerung die Zusammenhänge zwischen Ernährung und Landwirtschaft in Erlebnisform aufzuzeigen. Auf einer spielerischen Reise durch die Ausstellung sollen Besucher Fragen über die Bedeutung von Landwirtschaft, Produktion von Nahrungsmitteln und Gestaltung der Umwelt nachgehen können. Wie beispielsweise: "Welchen Stellenwert hat die Landwirtschaft in der Gesellschaft, gestern und heute? Wie sollen unsere Nahrungsmittel künftig produziert werden und welche Auswirkungen sind auf unsere Umwelt zu erwarten? Wer ist wie beteiligt und bestimmt - und welche Rolle spiele ich dabei?“

Die Besucher lernen Fachleute und Interessevertreter als MITSPIELER kennen. Aktuelle Fragen der Landwirtschaft werden in BRENNPUNKTEN inszeniert. Jeder sammelt BERÜHRUNGSPUNKTE und erlebt sich als aktiv Teilnehmenden. Die Ausstellung AGRARIUM wird Teil eines Gesamtkonzepts, das den landwirtschaftlichen Bio- Betrieb Burgrain in der regionalen Wertschöpfungskette wie auch die "erlebnis agrovision" miteinschliesst und die ökologischen Aspekte der Nachhaltigkeit in den Fokus gestellt.

IST-Situation - Wie war der Stand vor der Projektumsetzung?

Das Schweizerische Agrarmuseum Burgrain in Alberswil verfügt über viele Stärken: eine interessante Sammlung, grosszügige Ausstellungshallen, gute Erreichbarkeit. Bloss – das Museum ist in die Jahre gekommen. Es genügt den heutigen Erwartungen nicht mehr. Die Ausstellung ist statisch, die Präsentation veraltet, die Besucherzahlen stagnieren. Das heute verfügbare Budget lässt keinen Spielraum für Veränderungen. Damit das Schweizerische Agrarmuseum Burgrain auch in Zukunft seinem Auftrag nachkommen kann, ist eine Neukonzeption unumgänglich. Zudem wird das Potential der Burgrain-Welt zu wenig genutzt. Die einzelnen „Highlights“ des vielfältigen Angebots wie das Museum, der Bio-Hof und die Verarbeitungsbetriebe, die Wasserkraft der Steinermühle, das Spanschachtelmuseum, die Kapelle Sankt Blasius und die Burgruine Kastelen - sie alle stehen trotz unmittelbarer Nähe ohne Zusammenhang auf dem Gelände.

Projektidee - Was soll verbessert werden?

Die Lern- und Erlebniswelt Agrovision nimmt die Burgrain-Welt und ihre Elemente als Ganzes wahr. Dadurch entsteht die Gelegenheit, die Gegenwart aus der Vergangenheit heraus zu verstehen, über die Zukunft nachzudenken, und die Visionen an der Realität zu prüfen. Gerade die Kombination der historischen Sammlung mit einem realen Bio- Bauernhof und modernen Produktionsbetrieben der Lebensmittelverarbeitung und Produkteverteilung stellt eine grosse Chance dar, einen einmaligen Erlebnisort zu schaffen. Es ergibt sich die Möglichkeit, viel mehr als eine museale Präsentation zu bieten: Als Ort der Anregung und Auseinandersetzung ist er nicht nur „Museum“, sondern auch „Labor“ und „Think-Tank“.


Der Anspruch besteht, die Themen auf lokaler und nationaler Ebene anzusprechen, aber auch aus einer globalen Perspektive zu betrachten. Die Lern- und Erlebniswelt Agrovision übernimmt dabei eine gesamtschweizerische Aufgabe und will eine Brücke zwischen Stadt und Land schlagen. Die Lern- und Erlebniswelt Agrovision tritt für eine ganzheitliche Sicht ein und verbindet verschiedenste Sichtweisen und Disziplinen. Sie will den Besucher, die Besucherin durchaus auch aufrütteln, mit grundlegenden Fragen provozieren und zum Denken anregen. Neben der inhaltlichen Auseinandersetzung sorgen direkte, sinnliche Erfahrungen für ein anregendes Lernumfeld: So zum Beispiel die Begegnungen mit Pflanzen und Tieren oder der Genuss beim Essen und Trinken von artgerecht produzierten und schonend veredelten Produkten.

Projektziele - Welche konkreten Ziele verfolgt das Projekt?

a) Wir stellen bis Frühjahr 2020 das aufgezeigte Projekt für den Tourismus im Luzerner Hinterland fertig.
b) Wir vermitteln bis Frühjahr 2020 erlebbar didaktisches Grundlagenwissen zu Landwirtschaft, Ökologie und Gesellschaft.
c) Bis Frühjahr 2020 sind die Burgrain-Betriebe miteinander verbunden, sodass Laien und Fachpersonen Weiterbildungsangebote vom Gras bis zum Teller zur Verfügung stehen:

  • Auf die Museumsinhalte abgestimmte Rundgänge und Pflanzungen sind auf dem Landwirtschaftsbetrieb erstellt
  • Die Lebensmittelverarbeitungsbetriebe (Käserei, Bäckerei, Metzgerei) sind in die Ausstellungsthematik mittels Objekten und Media-Guide integriert und bieten Schulungen an.
  • Die Gastronomie auf dem Burgrain trägt dem Besucheraufkommen Rechnung und illustriert mit ihrem Angebot eine (lustvolle) Ernährungsvielfalt.
  • Für Reisegruppen oder Anlässe der umliegenden Gemeinden bietet einerseits die Burgrain-Stube einen Saal für 70 Personen an, andererseits steht im geplanten Museums- und Logistikzentrum ein Saal für 100 Personen zur Verfügung.
  • Das September 2018 neu eröffnete Hotel Mülihof (ehemalige Steiner Mühle) bietet Übernachtungsmöglichkeiten für mehrtägige Besuche auf dem Areal an.
  • Die Burgruine Kastelen und die St. Blasius-Kapelle werden in die Erlebnisangebote integriert.

Projektstand - Was wurde erreicht?

Per 31. August 2018 wurden das Grobkonzept mit dem Grobbudget erstellt, an der Sitzung des Stiftungsrats Schweiz. Agrarmuseum am 3. September präsentiert und von diesem einstimmig genehmigt. 
Steuerungsgruppe und Projektleitung Hof3 haben die Themen nochmals priorisiert und präzisiert. Am 4. Februar präsentierte die Projektleitung Hof3 dem ganzen Stiftungsrat in Trubschachen das Detailkonzept mit der Detailplanung und die Modellbauten der verschiedenen BRENNPUNKTE.
Alle Stiftungsräte zeigten sich begeistert. Sie genehmigten am 27. Februar das Konzept und gaben die 1. Etappe der Umsetzung frei.
Als weiteren wichtigen Meilenstein hat die Stiftung Agrovision Muri (Grundeigentümerin) beschlossen, über die im Voranschlag aufgeführten Kosten der baulichen Architektur hinaus Sanierungen an den Museumsgebäuden vorzunehmen. Damit erhält die neue Ausstellung auch den passenden Rahmen und die Bedingungen für ganzjährige Öffnungszeiten werden optimiert. Diese Planung ist noch nicht abgeschlossen.

Ausblick - Wie geht es weiter?

Albert Koechlin Stiftung und Stiftung Agrovision Muri haben unserem Gesuch bereits entsprochen und einen Unterstützungsbeitrag zugesagt. Mit weiteren Stiftungen sind wir in Kontakt. 


Falls der Fahrplan eingehalten werden kann, bleibt das Agrarmuseum 2019 von April bis Ende September geöffnet. Bis Dezember 2019 werden Szenografie, Exponate, Filmarbeiten und APP realisiert. Im Oktober 2019 wird die bestehende Ausstellung abgebaut, ab November bis Ende März 2020 erfolgen Umbau und Montage der Szenografie. Ziel ist die Neueröffnung im Frühjahr 2020. Je nach Umfang der Sanierungen durch Agrovision Muri (ev. Baubewilligung notwendig) kann sich die Neueröffnung auf Sommer 2020 verzögern.


Mit Bioterra, Pro Natura und BirdLife wurden der Verbindungsweg zwischen Museum und Agrovision, resp. weitere Aussenrundgänge aufgegleist sowie das Biodiversitätskonzept für den Bio-Betrieb den Museumsschwerpunkten angepasst (Agrovision, FiBL, Bio Luzern).
 

Lesenswertes

Bienen-Erlebnis soll weiter entwickelt werdenAus dem Entlebucher Anzeiger vom 9. Januar 2019:
Mit der käuflichen Übertragung der Museumsliegenschaft samt Gebäude von der Stiftung Schweizerisches Agrarmuseum an die Stiftung Agrovision Muri werden per Anfang 2018 wichtige Weichen für wesentliche Weiterentwicklungen auf dem Burgrain erstellt...

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